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(nicht) für immer.

Bevor ich mit diesem Blogpost so richtig starte, muss ich vielleicht ein bisschen ausholen. Ich glaube nämlich, über das heutige Thema habe ich schon einmal geschrieben. Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein. Es geht darum, dass nichts für immer ist. Und dass das eigentlich wunderbarer nicht sein könnte.    Gestern in der Mittagspause habe ich in die Runde gesagt, dass es doch krass ist, was in einem Jahr so passieren kann und dass ich vor einem Jahr (gefühlt) noch jemand ganz anderes war. Eine Arbeitskollegin hat dann gemeint, dass sie mich aber schon damals so gern hatte, wie ich bin. Ich habe ihr dann entgegnet, dass ich mich selber heute aber noch ein bisschen lieber mag. Meine entspannteres und offeneres Ich, dass sich traut loszulassen, weil es weiss, dass es dann die Hände frei hat.    Und dann kam mir dieser Spruch in den Sinn, den ich erst grad wieder gehört hatte: «Nichts ist für immer.» Und das kann man auf eine eher positive und natürlich auch eine neg...

und dann?

In unseren Jobs gibt es selten den Punkt, an dem wir «fertig» sind. Es gibt immer etwas zu planen, vorzubereiten, zu perfektionieren oder einfach noch einen weiteren offenen Task, der noch zu erledigen ist. Ein Mail, das eintrudelt, ein Telefonat, das getätigt werden muss oder Absprachen, die unerlässlich zu sein scheinen. Und am besten jetzt und sofort, aber oft auch nicht wegen anderer, sondern wegen uns.     «Wir sorgen uns konstant um die nächste Phase unseres Lebens, obwohl wir uns doch momentan genau da befinden, worauf wir uns gefreut hatten.» Wir streben immer nach vorne, immer «what’s next» und rennen weiter, ohne überhaupt ankommen zu wollen.    Anhalten. Einatmen. Ausatmen. Und einfach mal sehen, was da alle schon ist. Und nicht immer auf das «und dann?» zu warten. Das Gefühl zu haben, dass da noch eine Aufgabe sein müsste, die man lösen soll. Dass wir da noch gebraucht werden, irgendwie und irgendwo.    Wenn ich zu meinem Ich zurückschaue, dass ...

"Nein"

  Wenn du «ja» sagst, dann sei dir sicher, dass du nicht «nein» zu dir selbst sagst. Paulo  Coelho     Letzthin hat jemand zu mir gesagt: «Weisst du, es gibt eigentlich kein attraktiveres Wort als «nein»!» Diesen Satz musste ich zuerst einmal verdauen. Ich meine, ich hätte wahrscheinlich ganz viele andere Dinge als «attraktiv» bezeichnet, aber vermutlich nicht das Wort «nein». Und doch begann ich je länger je mehr zu spüren, wie recht diese Person hatte.    Sehen wir es doch mal so: jedes «Nein» setzt eine Grenze, setzt unsere Grenze. Macht uns, aber auch anderen bewusst, was wir wollen und wofür wir stehen. Es gibt natürlich Menschen, die sich von gewissen Verpflichtungen drücken und unangenehmen Dingen aus dem Weg gehen, ohne aber aktiv zu sagen, dass es ihnen nicht passt. Diese Personen nerven mich enorm und oft unterstelle ich ihnen, dass sie einfach faul sind und sich wegschleichen. Hätten sie mir aber mitgeteilt, dass sie etwas nicht machen wollen ode...

All die Wege

  Eines wird sich nie ändern, egal wie alt ich werden. Ich liebe es, die ersten Fussstapfen im frisch gefallenen Schnee zu machen. Das Knirschen unter meinen Füssen zu hören. Die erste zu sein, die eine neue Spur hinterlässt. Im Wissen, dass man sie bald nicht mehr sehen wird. Weil es entweder weitere Spuren geben wird oder der Schnee sie wieder verschwinden lässt. Und irgendwann wird das Ganze weggeschmolzen sein und nichts davon bleibt übrig.     Und lustig doch auch, wie wir aber manchmal auf Wege anderer eifersüchtig sind. Also nicht wirklich, aber wir uns doch wünschen, dass es auch unsere Spuren sein können. Und doch müssten wir realisieren, dass es nicht gleich viel Spass macht, wenn der Weg schon vorgegeben ist. Der innere Trotz zu spüren, dass man eigentlich nicht hier lang gehen möchte, obwohl man halt einfach muss.    Deshalb geniesse es umso mehr, von Zeit zu Zeit loszugehen, voller kindlicher Neugierde und zu schauen, wohin der Weg gehen könnte. Die...

100 Dinge

Schon krass, dass ich gerade meinen 100. Blogpost verfasse. Und unglaublich auch zu sehen, was in den letzten etwas mehr als zwei Jahren passiert ist. Ich kann gar nicht beschreiben und in Worte fassen, wie viel ich lernen durfte.   Deshalb hier die hundert Dinge, die ich aus meinen Blogposts mitnehme, Fragen die aufgetaucht sind und Zitate, die wir uns immer wieder vor Augen halten sollten...    1.       Alles beginnt mit dem ersten Funken, dem ersten «spark», dem ersten Schritt. Und nur wir können ihn entfachen, nur wir können den Weg begehen.  2.       «Lass uns mal an uns selber glauben.» - Julia Engelmann 3.       Du kannst alles sein und alles werden. Wenn du möchtest. 4.       «Ganz gleich, ob Du denkst Du kannst etwas oder Du kannst es nicht, Du hast recht.»   -  Henry Ford 5.       Jeder Tag kann der perfekte sein, wenn du ih...

Geduld

  Ich glaube, wenn ich eines im letzten Jahr gelernt habe, ist es geduldig zu sein. Mit mir, mit der Welt und allem um mich herum. Und lustig auch, dass schon vor 15 Jahren eines meiner liebsten Lieder «patience» von Take That war. Als ob ich damals gewusst hätte, was geduldig sein wirklich bedeutet. Ich glaube nicht.     Trotz dieser Geduld, die ich gelernt habe, so stellte sich in den letzten Monaten mehrmals innerhalb einer Woche mein ganzes Leben auf den Kopf. Und ja, meistens sehr auf eine positive Art und Weise. Manchmal nur, weil ich endlich einen kleinen Schritt gegangen bin. Und trotzdem fühlt es sich nachträglich wie einen riesen Sprung an.    Und dann kommt ein Stein ins Rollen und reisst den nächsten mit und plötzlich bist du in dieser Lawine, in der du eigentlich schon immer sein wolltest. Und trotzdem wirst du überrollt von all den Emotionen und dass alles wirklich geschehen kann. Und es raubt dir den Atem und du weisst nicht wohin mit deinen Gefüh...

Liebes 2020

Liebes 2020 Ich weiss gar nicht, wie ich diesen Brief an die beginnen soll. Es ist definitiv kein Liebesbrief, aber er soll auch keine Hassrede darstellen.    Ja es ist so, du hast mir Türen zugeschlagen, die ich verkrampft versucht hatte offen zu halten. Du hast mir Türen geöffnet, die ich gar nie öffnen wollte. Und trotzdem hast du mich vor Räumen gerettet, die mir nichts Gutes wollten und mir Schranken gewiesen, ohne die ich nicht die tollen Entdeckungen hätte machen können, wie ich es tat.    Ich schreibe mir jeden Tag auf, wofür ich dankbar bin. Ich habe mir dieses Jahr nochmal vor Augen geführt und durchgelesen. Und ja, es war so einiges, wofür ich dankbar war und bin. Und trotzdem hätte ich auf vieles gerne verzichtet. Herzschmerz und Einsamkeit, Weltschmerz und Zukunftsängste – wer hatte sie nicht? Und trotzdem, war ich stets umgeben von den wunderbarsten Menschen, ich war gesund und meine Liebsten auch. Und das ist es, was zählt. Sonst nichts!   Wenn ic...