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Posts

100 Dinge

Schon krass, dass ich gerade meinen 100. Blogpost verfasse. Und unglaublich auch zu sehen, was in den letzten etwas mehr als zwei Jahren passiert ist. Ich kann gar nicht beschreiben und in Worte fassen, wie viel ich lernen durfte.   Deshalb hier die hundert Dinge, die ich aus meinen Blogposts mitnehme, Fragen die aufgetaucht sind und Zitate, die wir uns immer wieder vor Augen halten sollten...    1.       Alles beginnt mit dem ersten Funken, dem ersten «spark», dem ersten Schritt. Und nur wir können ihn entfachen, nur wir können den Weg begehen.  2.       «Lass uns mal an uns selber glauben.» - Julia Engelmann 3.       Du kannst alles sein und alles werden. Wenn du möchtest. 4.       «Ganz gleich, ob Du denkst Du kannst etwas oder Du kannst es nicht, Du hast recht.»   -  Henry Ford 5.       Jeder Tag kann der perfekte sein, wenn du ih...

Geduld

  Ich glaube, wenn ich eines im letzten Jahr gelernt habe, ist es geduldig zu sein. Mit mir, mit der Welt und allem um mich herum. Und lustig auch, dass schon vor 15 Jahren eines meiner liebsten Lieder «patience» von Take That war. Als ob ich damals gewusst hätte, was geduldig sein wirklich bedeutet. Ich glaube nicht.     Trotz dieser Geduld, die ich gelernt habe, so stellte sich in den letzten Monaten mehrmals innerhalb einer Woche mein ganzes Leben auf den Kopf. Und ja, meistens sehr auf eine positive Art und Weise. Manchmal nur, weil ich endlich einen kleinen Schritt gegangen bin. Und trotzdem fühlt es sich nachträglich wie einen riesen Sprung an.    Und dann kommt ein Stein ins Rollen und reisst den nächsten mit und plötzlich bist du in dieser Lawine, in der du eigentlich schon immer sein wolltest. Und trotzdem wirst du überrollt von all den Emotionen und dass alles wirklich geschehen kann. Und es raubt dir den Atem und du weisst nicht wohin mit deinen Gefüh...

Liebes 2020

Liebes 2020 Ich weiss gar nicht, wie ich diesen Brief an die beginnen soll. Es ist definitiv kein Liebesbrief, aber er soll auch keine Hassrede darstellen.    Ja es ist so, du hast mir Türen zugeschlagen, die ich verkrampft versucht hatte offen zu halten. Du hast mir Türen geöffnet, die ich gar nie öffnen wollte. Und trotzdem hast du mich vor Räumen gerettet, die mir nichts Gutes wollten und mir Schranken gewiesen, ohne die ich nicht die tollen Entdeckungen hätte machen können, wie ich es tat.    Ich schreibe mir jeden Tag auf, wofür ich dankbar bin. Ich habe mir dieses Jahr nochmal vor Augen geführt und durchgelesen. Und ja, es war so einiges, wofür ich dankbar war und bin. Und trotzdem hätte ich auf vieles gerne verzichtet. Herzschmerz und Einsamkeit, Weltschmerz und Zukunftsängste – wer hatte sie nicht? Und trotzdem, war ich stets umgeben von den wunderbarsten Menschen, ich war gesund und meine Liebsten auch. Und das ist es, was zählt. Sonst nichts!   Wenn ic...

Wachstumsschmerz

  In meiner Jugend habe ich Wachstumsschmerz mit körperlichen Beschwerden verbunden. Meine Knie taten weh, der Körper fühlte sich fremd an, als wäre es manchmal gar nicht der eigene. Wachstumsschmerzen beginnen aber schon viel früher; Kleinkinder weinen Nächte lang, weil die neuen Zähne durchbrechen oder sie einen Schub durchleben. Es gehörte halt einfach dazu, denn irgendwann, wird es vorbei sein.     Und wenn man älter ist, ausgewachsen, erwachsen? Dann hören die Wachstumsschmerzen nicht auf, aber sie verlagern sich. Man wächst als Person immer wieder, passt sich an, adaptiert und etabliert. Und meistens kommt der Schmerz gar nicht während des Wachstumsprozesses. Denn dann ist man mittendrin, lernt und lebt.    Die «Schmerzen» kommen erst später, wenn der Ermüdungsprozess eintritt. Wenn man merkt, wie viel Energie es einen gekostet hat, zu wachsen. Und obwohl man so stolz ist, dass man etwas erreicht hat, so ist die Erschöpfung manchmal grösser als die Freude....

VerANTWORTung

  Das Wort Verantwortung beinhaltet das Wort Antwort.   Wer eine Antwort möchte, muss Verantwortung übernehmen, entscheiden, fragen, handeln. Auch wenn es dann ganz anders herauskommen kann, wie man möchte oder es sich gewünscht hätte. Auch wenn die Wahrheit einen fast erschlägt, so ist es doch immer noch besser, als in Ungewissheit zu ersticken.    Ich finde ja Hollywood-Romanzen in denen Momenten ganz toll, wenn ich mir meine eigene Realität mal nicht vor Augen führen will. Denn da ist alles so offensichtlich und das Happy End vorbestimmt. Natürlich gibt es Dramen, aber nur, um das Feuerwerk am Schluss noch etwas grösser erscheinen zu lassen. So kitschig, so naiv, so realitätsfern. Also meistens auf jeden Fall, es soll ja auch das Gegenteil geben.    Und da kommt die Wirklichkeit wieder ins Spiel. Ich kann da mehrheitlich nur aus dem Blickwinkel der weiblichen Spezies schreiben, aber viele von uns haben da ja schon diese romantische Ader. Die Hoffnung und...

festhalten

Und alles, was ich möchte, ist festhalten. Und dich fest halten und nicht nur ein bisschen. Das Leben umarmen, das ich mir doch so wünsche.  Und dann trotzdem zu merken, dass ich keine Hand mehr frei habe, wenn ich es tue.    Das Thema loslassen und festhalten beschäftigt mich immer noch und immer wieder. Und lange bin ich nur beim Thema loslassen gewesen. Ich habe ihm sogar einen Blogpost gewidmet. Und auch immer wieder eingeredet, dass ich loslassen soll und loslassen muss. Ohne mir manchmal genau zu überlegen, was passiert, wenn ich es nicht tue.  Denn nicht loslassen, heisst festhalten. Klammern. Alle Kraft dafür aufwenden, etwas nicht gehen lassen zu wollen. Und das Festhalten ist mit so viel Energie und Engstirnigkeit verbunden, so viel Angst vor dem, was da sonst noch sein könnte.    Und  immer wieder stolpere ich über Joseph Campbell’s Zitat   «We must let go of the life we have planned, so as to accept the one that is waiting for us.»...

Weshalb wir nicht immer mehr sein können

  Das Wort, das über dem heutigen Post schwebt, ist ein schweres; Demut. Ich weiss nicht weshalb es plötzlich aufkam, ich weiss nur, dass es nicht mehr wegging.     Ich glaube, es kam in einer Yogastunde auf. Oder es hat dort begonnen. Ich weiss nicht, ob du an Gruppenstunden im Fitnessstudio teilnimmst, aber ich hatte immer Angst davor. Den direkten Vergleich, da schaut mich ja jeder an, da werde ich ja beurteilt. Im Yoga schaffe ich es aber tatsächlich, mehr und mehr bei mir zu sein, mich nicht zu vergleichen, nicht zu urteilen. Weder über mich noch über andere. Einmal hat meine Yogalehrerin gemeint: «Seid nicht stolz darüber, wenn ihr etwas könnt. Bleibt bescheiden.» Es geht nicht darum, die Übung noch perfekter durchzuführen, sondern die Übung überhaupt durchzuführen.  Lange habe ich gedacht, dass ich da auf einem guten Denkweg bin und dies auch umzusetzen versuche. Bis ich diesen Sommer am Ende einer Yogastunde meine Lehrerin um Hilfe bei einer Asana (Übung) gef...