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Posts

Abstand

Von hier oben sieht alles ganz klein aus. Und die Probleme unwichtiger. Und die Sorgen weit weg. Hier oben fühle ich mich so frei und gross.  Ich kann wieder atmen.    Denn manchmal sind die Gedanken Was andere denken könnten Zu laut.  Und die Verantwortung Die man doch nur für sich übernehmen kann Zu gross.    Dann möchte ich  Fliegen wie ein Adler und Schwimmen wie ein Delfin. Einfach nur Schwerelos.    Dann brauche ich Abstand Vom Alltag und der Arbeit Von Familie und Freunden Und von dir.  Dann brauche ich eine Pause Von Aufgaben und Verpflichtungen Von Träumen und Wünschen Und von mir.    Deshalb Tanze ich wild Und singe ich laut Und laufe los Wandere hoch Bis ich angekommen bin.    Von hier oben sieht alles ganz klein aus. Und die Probleme unwichtiger. Und die Sorgen weit weg. Hier oben fühle ich mich so frei und gross.  Ich atme ein Atme aus Und lass los.   Alles Liebe, Julia

Tagträumen

  Und so sitze ich hier, in einem Café meiner Wahl, meinen kalten Kaffee neben mir und   Nuvole Bianche   von Ludovico Einaudi auf meinen Ohren. Ich beobachte Menschen, während die Playlist auf   Una Mattina  wechselt. Und ich sitze und träume ein bisschen vor mich hin. Mein Kopf ist voller Gedanken und Ideen und trotzdem weiss ich nicht genau, wo ich beginnen soll, damit es nicht zu schwer wird. Und trotzdem ehrlich bleibt.     Denn letzte Woche stand ich in einem Bücherladen – mein Paradies. Denn ich liebe Wörter und Satzzeichen mehr als die meisten Dinge. Geschichten, Gedichte, Sprüche. Bilder, Zeichnungen und Skizzen. Zwei Buchdeckel, die das Geschaffene umarmen und wahren, als wäre jedes Buch sein eigenes kleines Zuhause.  Aber so stand ich plötzlich zwischen all den gute gemeinten Ratgebern, die einen Weg aus jeder Krise wissen, ein Silberstreif an jedem Horizont finden und ganz sicher das richtige Rezept für die Lösung haben. Wie ich doch i...

aller guten Dinge sind drei

  … und wenn man Glück hat, dann sind sie nicht nur gut, sondern die besten!   Dieser Blogpost ist meinen drei besten Freundinnen gewidmet. Ich habe mir lange den Kopf darüber zerbrochen, ob ich ihn teilen soll. Und gleichzeitig, finde ich, er ist genauso nötig, wie alle anderen Posts auch.  Ich bin mehr als dankbar und glücklich, diese drei wundervollen Geschöpfe stets an meiner Seite zu haben. Deshalb haben sie diese Worte mehr als verdient. Und eigentlich noch viele mehr.    I’ll be your wings to fly when there’s trouble on your mind Whenever you’re ‘bout to fall, there’s nothing I won’t try.   A. Seit so vielen Jahren bist du eine Konstante von mir, obwohl wir immer weiterwachsen. Auf dich ist immer Verlass und du nimmst mich wie ich bin, ob glücklich oder traurig, etwas überdreht oder wütend – alles darf seinen Platz haben, alles darf sein. Wir sind auf dem Platz grossgeworden, haben gekämpft, trainiert, geweint und gefeiert. Und gleichzeitig leben wir...

becoming Jules

Stell dir vor du wagst etwas Neues. Du kündigst deinen Job, du kündigst deine Wohnung, du verlässt deine Freunde, Familie und deine grosse Balkonliebe.  Stell dir vor du beginnst eine neue Ausbildung und sie gefällt dir. Stell dir vor du hast neue Arbeitskollegen und sie sind toll.  Stell dir vor deine neue Stadt ist irgendwann dein Zuhause und der Fluss, der daneben fliesst; dein Ruheort. Und stell dir vor es treten bezaubernde neue Menschen in dein Leben. Freunde. Sie sind plötzlich da am Wegrand und gehen ihn mit dir. Egal ob es steinig ist oder auch nur um die Aussicht zu geniessen.  Und stell dir vor da gibt es Cafés, in denen du Texte schreiben kannst. Neue Inspiration, neue Ideen, neue Möglichkeiten.    Und irgendwann war der Tag da, als ich mir das alles nicht mehr vorgestellt, sondern umgesetzt hatte. Und dieser Tag jährt sich bald. Als ich einen Teil von Julia zurückliess, damit ich mehr Platz habe für Jules.    Jules. Eine (junge) Frau mit T...

Flaschenpost

  «This is a message in a bottle I hope you’ll never find;  it holds all of the remnants of the love you left behind.” Das ist die Flaschenpost an dich, die du nie lesen wirst. Ich frage mich, wann ich aufhören werde, nach dir in der Menge zu suchen. Und ich frage mich, was ich tun würde, wenn ich dich doch nochmal sähe. Welche Worte würde ich dir noch gerne mitgeben, was würde ich dir noch gerne sagen? Und irgendwie scheint alles belanglos, weil es einfach nicht mehr wichtig ist.  Du fehlst mir. Und trotzdem ist es okay, wie es ist. Meistens wenigstens.   Das ist die Flaschenpost an dich, die du vielleicht doch einmal zufälligerweise finden wirst.  Manchmal habe ich den Drang mich bei allen zu bedanken, dass sie in mein Leben gekommen sind, weil ich dadurch etwas gelernt habe. Aber um ehrlich zu sein, hatte ich gar keine andere Wahl, ausser das Beste aus allem zu machen. Manchmal wünsche ich mir, wir hätten uns nie getroffen und manchmal wünschte ich mir, ich h...

an all die goldenen Seelen

Eine Liebeserklärung.   Some fall in love, some fall apart, some do both and some are floating around looking for something to hold on to.    Je mehr Gedanken in meinem Kopf sind, desto schwieriger fällt es mir, die Worte zu finden, über die ich schreiben möchte. Weil viel manchmal auch zu viel ist. Es sind nicht mehr einzelne Gedankenblitze, die mich zu neuen Texten inspirieren. Denn es ist das grosse Ganze, das vom Wesentlichen ablenkt. Und trotzdem weiss ich, dass es das manchmal auch braucht, um das Wesentliche wieder zu sehen.    Denn zwischen all dem, was da ist, entdecke ich immer wieder all die goldenen Seelen, die mich umgeben. Die für mich da sind, die mich tragen, die mich auffangen. Die neben mir schweben und mir zeigen, dass man auch das geniessen kann.    Ich fühle mich so unglaublich privilegiert, so wunderbare Menschen in meinem Leben zu haben. Die da sind, auch wenn sie nicht da sind. Die mich fest halten, ohne mich festzuhalten. Die e...

Aufbruch

Keiner wird gefragt wann es ihm recht ist, Abschied zu nehmen von Menschen von Gewohnheiten von sich selbst irgendwann heisst es  damit umgehen ihn aushalten annehmen diesen Schmerz des Sterbens dieses Zusammenbrechen um neu aufzubrechen.  Dietrich Bonhoeffer     Ich wünschte, ich hätte dieses Gedicht nie gelesen und mich gleichzeitig so damit verbunden gefühlt. Und irgendwie wünschte ich auch, dass ich nie das Bedürfnis bekommen hätte, dieses Gedicht zu teilen. Schon oft habe ich geschrieben, dass das Leben seine eigenen Regeln hat und ehrlich gesagt mag ich das nur, wenn die Karten mir zugespielt werden. Manchmal ist das einfach alles so ermüdend.    Um aufbrechen zu können, muss manchmal zuerst etwas aufbrechen. Und manchmal sind dies die tiefsten Abgründe. Voll von Schmerz, Trauer und Unverständnis. Voller Wut und erschüttert von und unter den Dingen, mit denen man zurückgelassen wurde. Nackte Tatsachen und unumstösslichen Fakten. Mit Tränen und Leere....