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Ode an meine Zwanziger

Nur kurz vorab: Dieser Post wird keine Ode im klassischen Sinne, sondern eine, in meinem Sinne. So wie ich nämlich auch meine Zwanziger gelebt habe. 

 

Ich stehe kurz vor meinen Dreissigern, nur noch einen Augenblick entfernt. Vor ein paar Jahren noch mein Endgegner, heute ist es eher eine Erleichterung. Die Zwanziger waren für mich eine Herausforderung zwischen Überleben, Kämpfen und Leben. Die Reihenfolge war hier frei wählbar, Episoden waren wiederkehrend und manchmal war es auch alles miteinander. 

 

In den Zwanziger kann man alles tun, man sollte aber auch alles tun. Sich ausprobieren, reisen und Neues erleben. Am besten aber auch Geld verdienen, sich ein Standbein aufbauen und gleichzeitig in die Zukunft schauen. Alte Kontakte pflegen und neue Menschen kennenlernen, und vor allem auf eigenen Beinen stehen. 
Ich nahm das sehr ernst. Vielleicht oft auch zu ernst. Ich habe mich mental an diesen Vorstellungen festgehalten und wurde erst frei, als ich all das losgelassen habe. 

 

Vor zehn Jahren habe ich mich noch über mein Hobby definiert, war mitten im Studium, fühlte mich irgendwie erwachsen und war rückwirkend doch ahnungslos. Ich war innerlich noch nicht bereit für diese Welt, wollte sie aber unbedingt kennenlernen. 
All this time I was finding myself and I didn’t know I was lost.

 

Und wenn ich nun auf meine Zwanziger zurückblicken darf, kann ich sagen, dass ich mich an einige Jahre gar nicht mehr so erinnern kann und andere präsent sind, als sei es gestern gewesen. 

Ich bin ans andere Ende der Welt gereist, sogar zwei Mal, habe mein Studium abgeschlossen, einen CAS und eine weitere Ausbildung absolviert, bin ausgezogen und zweimal umgezogen, hab meine Arbeitsstelle gewechselt, neue Leidenschaften entdeckt, tausende von Puzzleteile zusammengesetzt, Texte geschrieben, unzählige Kaffees und Tees getrunken, bin in guten Büchern versunken, habe tiefgründige Gespräche geführt. Ich habe an Konzerten getanzt, als gäbe es keinen Morgen und einige Partys gefeiert, die ich am nächsten Morgen manchmal ein wenig bereut habe. Ich habe neue Menschen kennengelernt, die nicht bis heute geblieben sind, weil es manchmal einfach nicht mehr passt und andere sind in mein Leben getreten, als wären sie schon immer da gewesen.

Ich war, wie alle anderen auch, isoliert, und habe in dieser Zeit mehr Freiheit genossen als jemals zuvor. Ich war mutig und vielleicht manchmal auch naiv. 

Ich habe Menschen verloren. Ich habe die Endlichkeit kennengelernt. 

Ich war on top of the world und ich war burnt out. 

Ich habe meinem Bauchgefühl vertraut, ich bin ins kalte Wasser gesprungen und losgeschwommen

Und ich durfte kennenlernen, was «nur Liebe» wirklich bedeutet und dass «Zuhause» eine ganz neue Bedeutung haben kann. Und um es kurz zu sagen, beende ich dieses «Märchen» mit einem Happyend.

 

Und nun steht ihr vor der Tür, meine lieben Dreissiger. Ich fühl mich bereit für alles, was kommen soll und kommen mag, in dem Wissen, dass ich nun nicht mehr muss, sondern nur noch kann. Dass Dinge geschehen und entstehen dürfen, aber nicht müssen. Dass ich mir meine Basis geschaffen habe, ein paar Felsen, die nicht umzustossen sind. 

 

Und nun zur Playlist. Die Klänge, die mich in meinen 20ern begleitet haben. Einige waren nur Backgroundmusik, in anderen bin ich versunken. Einige rufen Situationen hervor, andere Menschen und wiederum andere einfach ein Lebensgefühl. 

 

Ich bin stolz auf mich. 

Und ich bin dankbar für all die Menschen, die mich durch diese Zeit begleitet haben, auch wenn es nur für ein Treffen an einer Kreuzung war, andere haben mit mir Berge erklommen oder mich angefeuert. 

Liebe 20er, ich bin euch dankbar für all die Erfahrungen für das Erwachsen werden, für das Wachsen. Ich bin froh, seid ihr vorüber, aber wenn ich müsste, würde ich euch nochmals leben!

 

Liebe, ganz viel Liebe

Julia -  Jules – Juli – Julsi – Frau K. 

 

T w e n t i e s  

https://open.spotify.com/playlist/3cywBFbtvztEPiG83ONUje?si=3049dee07452493b

 

1.        Limbo – Daddy Yankee

2.        Opposite – Biffy Clyro

3.        Oblivion – Bastille

4.        Bini bi dir – Lo & Leduc

5.        Walk – Kwabs

6.        Faded – Alan Walker

7.        S.O.B. – Nathaniel Rateliff & The Night Seats

8.        Bird Set Free – Sia

9.        Sowieso – Mark Forster

10.  Bailar – Deorro feat. Elvis Crespo

11.  Flammable Biffy Clyro

12.  Ignite – Alan Walker, Julie Bergan, K-391, SEUNGRI

13.  Happier – Marshmello feat. Bastille

14.  Leave a Light On – Red Hot Chilli Pipers, Tom Walker

15.  079 – Lo & Leduc

16.  Happy Now – Kygo, Sandro Cavazza

17.  Dance Monkey – Tones And I

18.  Love to Go – Lost Frequencies, Zonderling, Kelvin Jones

19.  Mon Coeur avait rasion – GIMS

20.  Pizza – Martin Garrix

21.  Courage to Change – Sia

22.  Eraser – Ed Sheeran

23.  Hinter klugen Sätzen – AnnenMayKantenreit

24.  Zwischen meinen Zeilen – LEA 

25.  Without You – The Kid LAROI

26.  Tu vas me manquer – GIMS

27.  That’s what I want – Lil Nas X

28.  Imaginary – Brennan Heart, Jonathan Mendelsohn

29.  Shots – Imagine Dragons

30.  Edamame – bbno$, Rich Brian

31.  Breaking your heart – Apache 207

32.  Der letzte Song – Kummer feat. Nina Chuba

33.  Whatever – Kygo, Ava Max

34.  Play – K-391, Alan Walker, Tungevaag, Mangoo

35.  Wake Me Up - Avicii

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