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Loslassen

Nein, heute geht es nicht um die Eiskönigin Elsa, die mit ihrem Lied «let it go» weltbekannt wurde. Aber vielleicht geht es hier auch ein wenig um das, was sie in ihrem Hit singt.
Das Loslassen. Das Freisein. 

Wir kennen ihn alle; der kleine Messie in uns. Und obwohl ich mich teilweise relativ gut von Dingen trennen und sie ausmisten kann, so gibt es oft trotzdem noch Sachen, von denen ich mich nicht trennen will. Erinnerungen, Bilder, Ansichtskarten, Notizen. Wir bewahren sie auf, wie ein wohlbehüteter Schatz. Ohne einmal darüber nachzudenken, ob es uns überhaupt guttut oder ob wir einfach eine Vergangenheit kreieren, die so gar nicht existierte. 

Und ja, vielleicht kommen wir da auch wieder zu den toxischen Beziehungen zurück. Zu Menschen, an denen wir seit Jahren festhalten, obwohl sie uns mehr Energie rauben, als sie uns geben. Hast du schon einmal nachgedacht, wieviel Kapazität du hättest, wären diese Personen nicht in deinem Leben? Dass du Personen in deinem Umfeld hast, die dein Leben bereichern könnten, hättest du nur die Zeit für sie. Oder würdest du sie dir einfach nehmen. 

Lass die Dinge los, die einfach nur da sind, damit sie da sind. Wir schulden wenigen Personen irgendetwas, denn allerwenigsten unsere Zeit. Wir schieben dadurch nur vermeintlich unsere Verantwortung ab, sie wird aber immer bei uns bleiben. Lass die Personen los, die du nur zu deinem Geburtstag einlädst, weil sie dich auch einladen. Und hör auf dich schuldig zu fühlen, wenn du es tust. 
Lass die Personen ziehen, die ziehen müssen. Lass aber auch diejenigen los, die dich festhalten und ankern wollen, obwohl du weiterschwimmen möchtest. 

Wir müssen lernen, die Vorstellungen, die wir vom Leben haben, loszulassen, um Platz für die Dinge zu schaffen, die auf uns warten. Für die Dinge, die bereits da sind, aber noch nicht gesehen werden, weil wir den Blick auf etwas richten, dass wahrscheinlich nie da sein wird. 

Seneca, einer meiner liebsten Philosophen schrieb einmal: «Es gibt mehr Dinge auf der Welt, die wir fürchten, als Dinge, die uns wirklich zerstören. Wir leiden viel öfter in unserer Vorstellung, als in der Realität.»
Also lass all die Horrorszenarien in deinem Kopf los, lass sie frei sein, damit du frei sein kannst. Gib dir selber die Möglichkeit zu atmen, lass zu, dass da noch mehr sein kann, als all das, was du zu existieren meinst.

Und so schliesse ich diesen Blogpost mit einem Zitat von Joseph Campbell:
«We must let go oft he life we have planned, so as to accept the one that is waiting for us.»

Lass los, damit du Platz für Neues hast. 

Alles Liebe, Julia

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