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Machen ist wie wollen, nur krasser.

Machen ist wie wollen, nur krasser. 

Dieser Spruch ist natürlich nicht von mir, sondern steht auf dem Kalenderblatt dieser Woche. Und ich kann sagen, dass er passender nicht sein könnte. Nicht nur, weil ich ihn einfach super finde, sondern auch, weil es tatsächlich schon ein Jahr her ist, seit ich meinen ersten Blogpost veröffentlicht habe. Ich verbinde diesen Moment immer noch mit Überwindung und Herzklopfen. 364 Tage später schreibe ich schon meinen 44. Beitrag und immer noch bin ich gespannt, wie und ob meine Worte Anklang finden. Nicht immer erfahre ich das, aber bisher hat es mich nicht davon abgehalten, weiterzuschreiben. 

Grundsätzlich sollte das auch nebensächlich sein. Denn für mich ist es immer noch eine grosse Leidenschaft, Gedanken in Worte umzuwandeln, und ihnen in einem meiner Texte ein Zuhause zu geben. Es sollte nie darum gehen, etwas nur für den «Applaus» zu machen, sondern dafür, was es mit einem selber macht. Denn selbst wenn der Applaus da sein sollte, klingt er irgendwann ab und du bist mit dem da, was du geschaffen hast. Und das sollte es sein, dass du erreichen willst; die Zufriedenheit mit den Dingen, die du tust und kreierst.

Hätte ich diesen, für mich doch «krassen», Schritt vor einem Jahr nicht gemacht, wäre ich wahrscheinlich auch nicht da, wo ich jetzt bin. Ich wollte einiges schon so oft, und habe mich doch nie getraut. Wir haben Angst vor dem Scheitern und vor Ablehnung. Na und? Das Leben geht weiter, es endet nicht mit einer Niederlage oder einer Sackgasse. Die Sonne geht jeden Tag neu auf, wir erhalten immer wieder eine neue Chance, wenn wir sie denn wollen. Das «hätte» und «wäre» in unseren Gedanken sind sowieso nicht zielführend, denn wir werden nie erfahren, was hätte sein können. 

Natürlich gibt es auch bei jedem von uns die Tage, an denen wir hinterfragen, was wir tun. Ob es nun denn endlich Zeit ist, was Neues zu wagen. Wir finden es erst dann heraus, wenn wir es auch tun. Und das muss nicht unbedingt etwas Riesiges sein; nicht sofort den Job wechseln oder in ein fremdes Land ziehen. Das können kleine Dinge sein; sich für einen Spanischkurs anmelden, wenn man gerne nach Südamerika reisen möchte, sich bei einem Experten Hilfe holen, wenn man vielleicht ein Projekt starten möchte. Es kann aber auch einfach eine Essensplanung sein, wenn man sich gesünder ernähren möchte oder eine Budgetplanung, wenn es mit den Finanzen doch nicht immer so stimmt. 

Vielleicht ist es ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein riesiger für dich, etwas zu tun, was du schon lange möchtest. Du wirst aber auch herausfinden, dass er für dich gar nicht so riesig ist. Und vielleicht hatte Ghandi doch ein bisschen Recht, in dem er sagte, dass man selbst die Veränderung sein sollte, die man sich für die Welt wünscht. Und sein heisst für mich nicht nur wollen, sondern vor allem auch machen. 

Und vielleicht kann ich dich mit diesem Blogpost dazu ermutigen, etwas zu machen, das du schon lange gewollt hast. Der erste Schritt wird wahrscheinlich begleitet sein von viel Herzklopfen – aber es wird sich lohnen, auf welche Art auch immer!

Alles Liebe, Julia

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