Direkt zum Hauptbereich

der Grund

Nun ist das neue Jahr ein paar Tage alt. Und wie jedes Jahr habe ich mir auch diesmal gedacht: «neues Jahr – neue Chance». Aber mal ehrlich, wieso sollten wir uns nicht an jedem Tag des Jahres eine neue Chance geben, eine weitere Möglichkeit, etwas Neues zu beginnen. 
Aber item – nehmen wir es als Chance, weil wir es brauchen und weil es motiviert - ist doch auch schön. 

Und trotzdem fragen wir uns früher oder später – weshalb tun wir uns das überhaupt an? Weshalb nimmst du dir jedes Jahr etwas vor, und wirfst es in den meisten Fällen nach einigen Tagen doch über Bord? Meine Antwort: Der Grund bist du! Du hast es verdient, dir diese Chance zu geben, eine bessere Version dir selbst zu werden, dich weiterzuentwickeln. 

Und doch ist es so, auch wenn wir es vielleicht zu Beginn geschafft haben, die Dinge, die wir uns vorgenommen haben, umzusetzen, so bleibt es bei mir oft nur wenige Tage aktuell und geht dann immer wieder verloren. Denn ganz ehrlich: Routinen zu entwickeln ist streng, aufwändig und braucht viel Selbstdisziplin. Und ich bin mir sicher, dass dies am besten geht, wenn der Leidensdruck genug hoch ist. Doch ehrlich möchte ich nicht mehr leiden, bis ich endlich beginne, mit und an mir zu arbeiten. 

Irgendwann musste ich mir sagen, dass ich es wert bin, an mir zu arbeiten, mir etwas Gutes zu tun. Ich bin der Grund, mich gesund zu ernähren, Sport zu machen, mir Zeit für mich zu nehmen. So bist es auch du wert, Dinge zu tun, die dich bereichern und aus dir die Person machen, die du gerne sein möchtest und die glücklich ist mit deinem Leben. 
Denn wenn es dir mit dir gut geht, geht es auch deinem Umfeld gut mit dir (und dir mit ihm) J.

Lass deine Ziele und Vorsätze nicht verblassen, notier sie, zeichne sie auf, halte dir immer wieder vor Augen, was du gerne tun möchtest, was dir wichtig ist. Jeder Tag ist eine neue Chance, jeder Tag kann ein Neustart sein – wenn du ihn lässt. 

So und jetzt genug philosophiert – lass uns Nägel mit Köpfen machen. 

Alles Liebe, Julia

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

weshalb Hoffen nicht die Lösung ist

Um ehrlich zu sein war ich im letzten Monat die Person, die meine Blogposts hätte lesen sollen. All this time I was finding myself and I didn‘t know, I was lost. Und manchmal scheint es, als würde es mir doch plötzlich wie Schuppen von den Augen fallen. Naja, solche Momente habe ich von Zeit zu Zeit; das Gefühl der «Erkenntnis». Und doch erkenne ich nicht immer und sehe nicht klar. Manches rede ich mir schöner, als dass es wirklich ist und anderes zeichnet sich in meinen Gedanken schlimmer und schmerzhafter ab, als es sein sollte. Und weshalb schreibe ich dann Blogposts? Um eine Essenz aus solchen Momenten zu ziehen. Um anderen einen Impuls zu geben. Und ich habe nicht mehr geschrieben, weil ich es nicht konnte. Nicht, dass es mir schlecht ging und ich am Boden zerstört war, sondern weil ich das Gefühl hatte, ich könnte mit dir, mit der Welt, nicht das teilen, was sinnstiftend ist. Jetzt sitze ich hier und schreibe trotzdem. Nicht, weil ich etwas gefunden habe, was die Welt wirklic...

Ode an meine Zwanziger

Nur kurz vorab: Dieser Post wird keine Ode im klassischen Sinne, sondern eine, in meinem Sinne. So wie ich nämlich auch meine Zwanziger gelebt habe.    Ich stehe kurz vor meinen Dreissigern, nur noch einen Augenblick entfernt. Vor ein paar Jahren noch mein Endgegner, heute ist es eher eine Erleichterung. Die Zwanziger waren für mich eine Herausforderung zwischen Überleben, Kämpfen und Leben. Die Reihenfolge war hier frei wählbar, Episoden waren wiederkehrend und manchmal war es auch alles miteinander.    In den Zwanziger kann man alles tun, man sollte aber auch alles tun. Sich ausprobieren, reisen und Neues erleben. Am besten aber auch Geld verdienen, sich ein Standbein aufbauen und gleichzeitig in die Zukunft schauen. Alte Kontakte pflegen und neue Menschen kennenlernen, und vor allem auf eigenen Beinen stehen.  Ich nahm das sehr ernst. Vielleicht oft auch zu ernst. Ich habe mich mental an diesen Vorstellungen festgehalten und wurde erst frei, als ich all das l...

Aushalten

Ich komme in meinem Leben immer wieder an einen Punkt, an dem alles geplant und getan ist und ich nur noch warten kann, bis es weitergeht. Obwohl ich am liebsten schon drei Schritte weiter wäre, kann ich die Zeit nicht nach vorne spulen. Und wenn ich dann die Gelassenheit verliere, die ich mir so sehr herbeiwünsche, denke ich ab und zu an die Zeilen, die ich in einem vergangenen Blogpost geschrieben habe:     Ich wünsche dir die Geduld die Dinge hinzunehmen,  die du nicht ändern kannst,  auszuhalten, ohne anzuhalten,   weiter zu atmen, obwohl es uns den Atem nehmen will. -         Weltschmerz pt. 2   Also versuche ich zu fliessen, weiterzugehen mit der Gewissheit, dass ich noch nicht so schnell ankommen werde, wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte. Aber nicht zu warten, sondern das in die Hand zu nehmen, was ich kann, bis das eintritt, wofür ich gearbeitet habe.   Und vielleicht fragst du dich, wovon ich die ganze...