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Write hard and clear

about what hurts.  – Ernest Hemingway

Dieses Zitat hat mich durch meine Pubertät begleitet. Ich habe damals schon gebloggt und vielleicht ist es besser, dass nur wenige meinen Blog kannten. Ich habe Zitate und Bilder gepostet, die meine emotionale Achterbahnfahrten mitdokumentierten. Hochjauchzend oder tiefbetrübt und bitte noch poetisch dazu, ich habe es geliebt. 

Und doch ist meine Pubertät schon ein paar Jährchen vorbei. Das Zitat von Ernest Hemingway lässt mich aber nicht los. 

Und vielleicht, also sehr wahrscheinlich sogar, hat Hemingway recht, dass wir unserem Schmerz Raum geben sollen. Ihn nicht in uns hineinfressen sollen. Denn ehrlich gesagt vermisse ich die Pubertät manchmal; die Ausrede für jeden Emotionsschwall und obwohl es mir damals oft so ging, dass ich mich selber nicht verstanden hatte, so fühle ich mich heute auch ab und an noch so. In ein Leben hineingepflanzt, in welches man zwar nicht mehr reinwachsen, aber trotzdem mitwachsen muss. 

Jedes Alter hat seine schmerzhaften, emotionalen und unverständlichen Momente. Und wenn wir nicht darüber sprechen, dann müssen wir halt darüber schreiben. Und wenn wird sich alles verändern. Falls nicht, wird es trotzdem nicht so bleiben, wie es war. 

Ich habe noch ein weiteres Zitat vom lieben Ernest gefunden;
 “All you have to do is write one true sentence. Write the truest sentence that you know.” 
Was ist dein wahrster Satz? Wo liegt dein Schmerz? Lässt du ihn heraus?

Schreib darüber, was dich bewegt. Öffne dein Tagebuch, nimm ein Notizblatt hervor, schreibe es in ein digitales Dokument. Aber bring deinen Schmerz und deine Emotionen auf den Punkt, gib ihnen nur den Raum, den sie verdienen. 

Und zum Schluss mein liebstes Hemingway-Zitat: “Always do sober what you said you'd do drunk. That will teach you to keep your mouth shut.” 

Ich wünsche dir, dass du nicht nur dein inneres Kind für immer behältst, sondern auch dein wunderbares, pubertierendes Du. Es ist ganz zauberhaft auf seine eigene Weise. 

Alles Liebe, Julia

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