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Nicht. mein. Problem.

Oder: Appell an deine Selbstverantwortung

Wir machen öfters Probleme anderer zu unseren, ohne dass wir es überhaupt merken. Deshalb habe ich hier für dich einige Dinge aufgeschrieben, um dich deiner Gedanken und Taten vielleicht etwas bewusster zu machen.  

1.    Du bist verantwortlich für deine Gedanken
Eine positive Nachricht: Du bist die einzige Person, die deine Gedanken denkt. Und deine Gedanken kennt, solange du nicht darüber sprichst. Vielleicht kennst du aber auch den Moment, wenn es sich anfühlt, als würden dich deine Gedanken auffressen, sich das Karussell nicht mehr aufhört zu drehen und es einfach nur laut in deinem Kopf ist?
Auch dafür bist du verantwortlich, ganz alleine. Sprich darüber, schreib sie auf und finde heraus, weshalb sie so laut sind. 

2.    Flüchte dich nicht in die Probleme anderer
Wir haben die wunderbare Fähigkeit Probleme anderer zu unseren zu machen.
Kleine Beispiele:
Meine Yogalehrerin ist krank, ich kann heute kein Yoga machen. Falsch! Sie hat die Grippe und nicht du, also nimm deine Matte und mach heute alleine Yoga.
Mein Kind ist so heikel und isst kein Gemüse, deshalb kann ich mich nicht gesund ernähren. Aha, dein Problem oder das deines Kindes?
Ich habe heute bei der Arbeit ein angriffiges Mail eines Kunden erhalten. Danach war meine Laune im Keller. Kunde 1, deine Selbstverantwortung über deine Gedanken 0.
Merkst du worauf ich hinauswill? Wir lassen uns so sehr von unserer Umwelt steuern, dass wir manchmal gar nicht merken, was unsere Gefühle beeinflusst. 
Denn viele deiner Probleme sind nicht. dein. Problem!

3.    Mitleid ist auch Leid
Superman ist eine Romanfigur. Du kannst die Welt nicht retten. 
Tönt jetzt schon krass und ich weiss, die kleinen Dinge zählen. Bin ich ja auch total der Meinung. Aber wenn wir all unsere Energie ins Mitleid anderer investieren, dann kriegen wir meist nicht einmal ein «danke». Das Leben ist unfair und ungerecht. Ja. Und unverhofft kommt oft, ob positiv oder negativ.
Ich kann nicht andere bemitleiden, wenn sie nichts dafür tun, damit ihr Problem kleiner wird. Oder ich auch nicht helfen kann, das Problem zu beseitigen. Denn all diejenigen, die ihr Problem anpacken (können), brauchen auch kein Mitleid.  

4.    Was IST dein Problem?
Es kann sein, dass ein Problem eines anderen zu meinem wird. Zum Beispiel wenn ein Freund nicht mit seinen Finanzen umgehen kann und ich ihm Geld geliehen habe. Dass aber eine Freundin ihr Job verloren hat, kann ich auch nicht ändern.
Lerne zu merken, was deine Probleme sind. Unterstütze die Personen die dir wichtig sind, aber lerne auch zu spüren, dass du nichts dafür kannst, wenn dein Kunde einen schlechten Tag hat und seine Laune leider an dir auslassen möchte.  

5.    Love it, change it or leave it
Es gibt einen Spruch der sagt: Wenn dir etwas nicht passt, dann...
... lerne es zu lieben, 
... versuche es zu ändern oder
... verlasse es. 
Bei vielen Dinge hast du die Wahl, was du tust. Und du siehst, in Selbstmitleid versinken oder das Problem jemand anderem anhängen steht nicht zur Debatte.  

6.    Sei mutig
Sei mutig, grenze dich ab, investiere deine Energie in lohnenswerte Dinge. 
Probleme anderer sind es oft nicht wert. 
Seit mutig zu denken und zu handeln. 
Seit mutig auch nein zu sagen. Du bist (wenn du das lesen kannst) ein freier Mensch. Nutze es. 


Viel Liebe (auch an deine Selbstverantwortung), Julia

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