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Posts

becoming Jules

Stell dir vor du wagst etwas Neues. Du kündigst deinen Job, du kündigst deine Wohnung, du verlässt deine Freunde, Familie und deine grosse Balkonliebe.  Stell dir vor du beginnst eine neue Ausbildung und sie gefällt dir. Stell dir vor du hast neue Arbeitskollegen und sie sind toll.  Stell dir vor deine neue Stadt ist irgendwann dein Zuhause und der Fluss, der daneben fliesst; dein Ruheort. Und stell dir vor es treten bezaubernde neue Menschen in dein Leben. Freunde. Sie sind plötzlich da am Wegrand und gehen ihn mit dir. Egal ob es steinig ist oder auch nur um die Aussicht zu geniessen.  Und stell dir vor da gibt es Cafés, in denen du Texte schreiben kannst. Neue Inspiration, neue Ideen, neue Möglichkeiten.    Und irgendwann war der Tag da, als ich mir das alles nicht mehr vorgestellt, sondern umgesetzt hatte. Und dieser Tag jährt sich bald. Als ich einen Teil von Julia zurückliess, damit ich mehr Platz habe für Jules.    Jules. Eine (junge) Frau mit T...

Flaschenpost

  «This is a message in a bottle I hope you’ll never find;  it holds all of the remnants of the love you left behind.” Das ist die Flaschenpost an dich, die du nie lesen wirst. Ich frage mich, wann ich aufhören werde, nach dir in der Menge zu suchen. Und ich frage mich, was ich tun würde, wenn ich dich doch nochmal sähe. Welche Worte würde ich dir noch gerne mitgeben, was würde ich dir noch gerne sagen? Und irgendwie scheint alles belanglos, weil es einfach nicht mehr wichtig ist.  Du fehlst mir. Und trotzdem ist es okay, wie es ist. Meistens wenigstens.   Das ist die Flaschenpost an dich, die du vielleicht doch einmal zufälligerweise finden wirst.  Manchmal habe ich den Drang mich bei allen zu bedanken, dass sie in mein Leben gekommen sind, weil ich dadurch etwas gelernt habe. Aber um ehrlich zu sein, hatte ich gar keine andere Wahl, ausser das Beste aus allem zu machen. Manchmal wünsche ich mir, wir hätten uns nie getroffen und manchmal wünschte ich mir, ich h...

an all die goldenen Seelen

Eine Liebeserklärung.   Some fall in love, some fall apart, some do both and some are floating around looking for something to hold on to.    Je mehr Gedanken in meinem Kopf sind, desto schwieriger fällt es mir, die Worte zu finden, über die ich schreiben möchte. Weil viel manchmal auch zu viel ist. Es sind nicht mehr einzelne Gedankenblitze, die mich zu neuen Texten inspirieren. Denn es ist das grosse Ganze, das vom Wesentlichen ablenkt. Und trotzdem weiss ich, dass es das manchmal auch braucht, um das Wesentliche wieder zu sehen.    Denn zwischen all dem, was da ist, entdecke ich immer wieder all die goldenen Seelen, die mich umgeben. Die für mich da sind, die mich tragen, die mich auffangen. Die neben mir schweben und mir zeigen, dass man auch das geniessen kann.    Ich fühle mich so unglaublich privilegiert, so wunderbare Menschen in meinem Leben zu haben. Die da sind, auch wenn sie nicht da sind. Die mich fest halten, ohne mich festzuhalten. Die e...

Aufbruch

Keiner wird gefragt wann es ihm recht ist, Abschied zu nehmen von Menschen von Gewohnheiten von sich selbst irgendwann heisst es  damit umgehen ihn aushalten annehmen diesen Schmerz des Sterbens dieses Zusammenbrechen um neu aufzubrechen.  Dietrich Bonhoeffer     Ich wünschte, ich hätte dieses Gedicht nie gelesen und mich gleichzeitig so damit verbunden gefühlt. Und irgendwie wünschte ich auch, dass ich nie das Bedürfnis bekommen hätte, dieses Gedicht zu teilen. Schon oft habe ich geschrieben, dass das Leben seine eigenen Regeln hat und ehrlich gesagt mag ich das nur, wenn die Karten mir zugespielt werden. Manchmal ist das einfach alles so ermüdend.    Um aufbrechen zu können, muss manchmal zuerst etwas aufbrechen. Und manchmal sind dies die tiefsten Abgründe. Voll von Schmerz, Trauer und Unverständnis. Voller Wut und erschüttert von und unter den Dingen, mit denen man zurückgelassen wurde. Nackte Tatsachen und unumstösslichen Fakten. Mit Tränen und Leere....

transforming 28 - the playlist

Ich kann es kaum glauben, dass ich in wenigen Tagen meine 10 jährige Volljährigkeit feiern darf. 28 Jahre voll von allem; und vor allem das letzte Lebensjahr war mehr als alles, was ich je hätte davon zu erwarten getraut hätte. Und ich weiss, dass ich schon letztes Jahr so etwas Ähnliches geschrieben habe, aber dass dieses Lebensjahr so transformierend sein wird, hätte ich nie gedacht. Ich bin dankbar für jede gewonnene Erkenntnis, auch wenn es mich doch auch sehr durchgeschüttelt hat.    Und nun zur Playlist: Höre sie so an, wie das Leben ist;  auf Shuffle . Tanze zu dem Beat, der gerade läuft und habe Freude daran, auch wenn du mal nicht im Takt bist. Höre bei einigen Liedern mit den Ohren, bei anderen mit dem Herzen. Jedes einzelne Lied hat seine Geschichte, wenn du es erzählen lässt.  Hier also 29 Lieder nur für mich und natürlich auch für dich; 28 davon für die grandiosen Lebensjahre und der Bonustrack für alles, was noch kommt.    https://open.spotify...

Zurück zu dir

  Manchmal da verlieren wir uns auf dem Weg. In den Bann gezogen von Orten, von Menschen, von Gegenständen. Eingenommen von Texten, Liedern und Bildern.   Und plötzlich sitzen wir dann da – nicht unglücklich – aber nicht mehr bei uns. Es fühlt sich alles so weit weg an, und alles, was sich in uns weit anfühlen sollte, scheint, als bestände es aus kleinen Kieselsteinen.  Und dann ist es an der Zeit, dich auf den Weg zurück zu dir zu machen.   Und manchmal hilft da nur noch Dankbarkeit. Dass das alles da sein durfte, all diese Erfahrungen, diese Emotionen – die Freude, wie auch der Schmerz. Dass alles seinen Platz und seinen Grund hat. Diese Momente, wo dein Herz weit offen ist.    Und manchmal hilft da nur noch Demut.  Nicht gegen den Lauf der Dinge anzukämpfen, sondern Inne zu halten und zu sein. Zu wissen, dass man – wie es das Wasser auch tut – immer wieder neue Formen und Farben annehmen darf, sich zu wandeln und nicht erstarrt zu bleiben. Als Tropf...

Lass uns loslassen

  «Wenn du etwas loslässt, bist du etwas glücklicher.   Wenn du viel loslässt, bist du viel glücklicher. Wenn du ganz loslässt, bist du frei.»  Ajahn Chah   Das Thema, über welches ich immer wieder stolpere, ist das Loslassen. Und zwar nicht das Loslassen von Gegenständen oder verpassten Chancen, nicht das Loslassen davon, dass Erinnerung nicht zur Realität werden, sondern Erinnerungen bleiben. Und das Wissen, dass sich Erinnerungen mit jedem Erinnern verändern und sich so immer weiter von der stattgefundenen Wirklichkeit entfernen. Und zu realisieren, dass es sowieso nur meine Wirklichkeit war, weil die Situation jeder Beteiligte anders erlebt hat.  Damit kann ich Frieden schliessen.   Richtig schwer tue ich mich Menschen loszulassen, die mal wichtig für mich waren. Obwohl ich weiss, dass alles seinen Grund hat und es wichtig ist, sie gehen zu lassen.  Die Endgültigkeit schmerzt und vielleicht auch zu sehen, dass man nicht mehr «gebraucht» wird. Zu wi...