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Posts

an meine erste grosse Liebe

  «Wir stehen an einem Ende, wir sind ein Anfang.» - Christian Morgenstern   Dieser Text ist für dich, meine erste grosse Liebe, und auch wenn ich dich jetzt verlasse, so möchte ich dir doch noch einmal sagen, wie viel du mir bedeutet hast.    Danke für die schönen Momente.  Die tiefen Gespräche, das Lachen, die Unbeschwertheit.    Danke auch für die traurigen Momente.  Die Tränen, die Gedanken, die Schwermut.    Danke für die Zweisamkeit, aber auch für die Einsamkeit.  Danke für die stillen Wasser, leeren Rotweinflaschen und den Schein der Glühbirnen.    Danke fürs Erwachsen-werden-helfen, für die Unterstützung beim Entscheidungen treffen. Für Telefonate, fürs Texte schreiben, fürs Kaffee trinken.    Danke fürs da sein. Danke fürs sein.    Und auch wenn die Jahreszeiten uns manchmal einander haben ignorieren lassen, so warst du zur Stelle, wenn ich dich gebraucht habe. Du hast mir Trost gespendet, du w...

Aushalten

Ich komme in meinem Leben immer wieder an einen Punkt, an dem alles geplant und getan ist und ich nur noch warten kann, bis es weitergeht. Obwohl ich am liebsten schon drei Schritte weiter wäre, kann ich die Zeit nicht nach vorne spulen. Und wenn ich dann die Gelassenheit verliere, die ich mir so sehr herbeiwünsche, denke ich ab und zu an die Zeilen, die ich in einem vergangenen Blogpost geschrieben habe:     Ich wünsche dir die Geduld die Dinge hinzunehmen,  die du nicht ändern kannst,  auszuhalten, ohne anzuhalten,   weiter zu atmen, obwohl es uns den Atem nehmen will. -         Weltschmerz pt. 2   Also versuche ich zu fliessen, weiterzugehen mit der Gewissheit, dass ich noch nicht so schnell ankommen werde, wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte. Aber nicht zu warten, sondern das in die Hand zu nehmen, was ich kann, bis das eintritt, wofür ich gearbeitet habe.   Und vielleicht fragst du dich, wovon ich die ganze...

chase your sparks

  Lately I was asked why I started my blog. To be honest, I had to go back to read my first blogpost in which I described my intention of writing. And still, I love the thought of inspiring somebody, but if I wouldn’t do it for myself, I wouldn’t have written more than a hundred posts. If it wouldn’t spark something inside of me, the fire would have gone out a long time ago.   Lighting up your fire shouldn’t be hard. Of course, it needs some courage, it needs a step out of your comfort zone into your “zone of growth”. It needs some effort to keep the fire burning, you need to chase the sparks, but you will see them, find them, catch them.  Just see it like the raindrops falling from the sky. If you only want to catch the very first drop, the “special one”, it’s nearly impossible to do so. But if you widen your view, if you give yourself the chances to catch any raindrop, you will have plenty of chances and eventually dance in the rain.  I mean; your sparks are all ar...

an alle Gedanken gedacht?

  Ich war vergangene Woche wandern. Vielleicht war es auch nur ein sehr ausgedehnter Spaziergang, was aber an dieser Stelle keinen Unterschied macht. Ich war unterwegs. Mit mir allein. Und meinen Gedanken. Und das ganz ohne Kopfhörer. Denn normalerweise liebe ich es, mich abzulenken. Ich höre Podcasts oder Musik, ich beschäftige mich mit vielem, damit ich mich nicht mit mir beschäftigen muss. Macht Sinn, oder?     Aber ich lief und hörte zu. Hörte die Natur, wie sie atmete, die Bäumen, wie sie rauschten und die Vögel, wie sie zwitscherten. Und ich hörte mir und meinen Gedanken zu, ohne mich über mich zu nerven. Sie kamen und gingen, wurden weitergespinnt und weggeschickt, sie waren da, weil ich sie angenommen hatte. Und ich kam nie in den Stress wegen meiner Gedanken, was ich im Alltag so oft tue.    Und das ist genau der Unterschied zu meinem Spaziergang und meinem Alltags-Trott. Ich halte Gedanken fest und denke sie immer wieder, bis sie zerdenkt sind. Ich las...

Bittersweet 27 - the Playlist

Wie in den vergangenen zwei Jahren möchte ich zu meinem Geburtstag einen etwas spezielleren Blogpost verfassen. Ich glaube, dass ich wahrscheinlich keines meiner vorigen Lebensjahre so bewusst wahrgenommen, wie das vergangene. Ich habe für mich eine Transformation durchlaufen, begleitet vom Loslassen und Neues anpacken, vom Geben und Nehmen, Abschieden nehmen und Wiedersehen und vielen prägenden Momenten und Entscheidungen, die mich einen riesigen Schritt nach weitergebracht haben.     Deshalb habe ich eine Playlist mit Liedern erstellt, die mich durch das 27. Lebensjahre begleitet haben. 27 Titel mit 27 Geschichten. Geschichten voller Glück und Trauer, Sehnsucht und Liebe, Leidenschaft und manchmal auch Zweifel. Ich durfte ein wunderschönes 27. Lebensjahr verbringen und weil  the best is yet to come , gibt es natürlich auch einen Bonustrack, wie es auf jedem guten Album so üblich ist.    Und wenn du direkt reinhören möchtest, findest du hier die Playlist auf Sp...

Kompromisse

Inspiriert von meiner grossen Schwester – mein erstes Kreuz, mein weisses Herz.     In einer Beziehung soll man kompromissbereit sein, dann kommt es schon gut. So sagt man doch. Ich habe mal die Bedeutung von Kompromiss nachgeschlagen, die soviel bedeutet wie  Übereinkunft durch gegenseitige Zugeständnisse . Ist es das also, wenn man eine Beziehung – auf welche Art auch immer – führt? Man gibt dem anderen Recht und man bekommt ein bisschen Recht und stimmt dann miteinander überein?    Wäre ich ein bisschen ketzerisch unterwegs, so würde ich behaupten, dass ich mit jedem Kompromiss auch immer ein Teil von mir aufgebe. Ich kapituliere für den Frieden, für den gemeinsamen Weg. Ich gebe nach, ich stecke zurück.    Doch eigentlich ist doch der Sinn vom Gemeinsamen auch den Weg gemeinsam zu gehen, die Lösung zusammen zu suchen, und zwar vielleicht auch mal so lange, bis beide aus voller Überzeugung auf dem Weg gehen wollen.    Ich möchte damit nich...

Lass nicht das Schweigen sprechen

  «Wenn einer nicht mehr mit dir redet, will er dir etwas sagen.»   Wie erschreckend ist es eigentlich, wenn man das Gefühl hat, dass ein Zitat so gut zu einem passt? Also mein pubertierendes Ich war vollkommen davon überzeugt, dass jeder sofort merkt, dass ich etwas sagen will, wenn ich nicht mehr rede. Und noch viel erschreckender war es zu merken, dass ich dieses Muster heute manchmal noch anwende. Selten, aber doch ab und an. Als ob ich jemals damit erfolgreich gewesen wäre. Natürlich nicht.    Dieses passiv-aggressive, das ich oft mit mir herumgetragen habe. Zu glauben, dass schon jemand merkt, dass etwas nicht stimmt und wenn ja, dann hab’ ich dem anderen vielleicht doch selten die Möglichkeit gegeben zu erkennen, was mir fehlt. Nur, wenn ich doch Lust hatte zu erzählen, was nicht stimmt. Ich habe im festen Glauben gelebt, dass «Schweigen» die Lösung zu den Problemen ist und die Menschen um mich herum merken, wenn etwas nicht mehr stimmt.   Doch nehme ich ...